Vortrag im Rahmen der Konferenz „Life Storying in the 21st Century“

World in Motion. Narrations, Migration and the Media

von Christina Schachtner

A world that threatens to become alien because it has become a different world urges us to tell stories. In the act of storytelling, what is experienced acquires meaning, which facilitates understanding and makes one capable of action. The narrations with which the narrators weave together their image of the world and themselves are rooted in this world, in a historical world (Schapp 2004, 91). They draw from this historical world and they create history, they draw from the self and they create the self.

Fotoausstellung

7.4.2022

Studierende der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt haben sich unter Leitung des Fotografen Arnold Pöschl und der Medienwissenschaftlerin Christina Schachtner mit der Bedeutung von Dingen im Leben von Migrant*innen auseinandergesetzt. Sie haben Interviews mit Migrant*innen aus verschiedenen Regionen der Welt geführt und fotografische Aufnahmen gemacht, in denen sich die Migrant*innen mit Gegenständen zeigen, die ihnen wichtig geworden sind, die Erinnerungen aufbewahren und Träume verkörpern. Die Bilder zeigen darüber hinaus, wie die alten Dinge mit dem neuen Leben im Migrationsland verbunden werden.

Neuerscheinung

Erzählte Welt. Sinnstiftung in Zeiten kultureller und politischer Umbrüche

hrsg. von Christina Schachtner und Albert Drews (2022)

ISBN 978-3-8172-2618-4

„(…) there has never been anywhere, any people without narrative; all classes, all human groups, have their stories, and very often those stories are enjoyed by men of different and even opposite cultural backgrounds“. (Roland Barthes 1996, An Introduction to the Structural Analysis of Narrative, www. jstor.org)

Neu

Christina Schachtner

Global Age, Migration und Medien. Transnationales Leben gestalten (2022), Bielefeld: transcript

Wie gestalten und konstruieren Migrant*innen als Akteur*innen in globalen Bewegungsprozessen ihr Leben und ihr Selbst über territoriale Grenzen hinweg? Welche Rolle spielen digitale Kommunikationstechnologien als Brücke zwischen Herkunfts- und Migrationsland oder Musik, Theater, Film für die Bearbeitung von Migrationserfahrungen? Anhand von Gesprächen mit Migrant*innen in Deutschland und Österreich wird die gesellschaftsverändernde Kraft von Migration untersucht. Der transdisziplinäre Forsungsansatz nimmt insbesondere die Mediennutzung von Migrant*innen in den Blick und umfasst soziologische, psychologische, medien- und kulturwissenschaftliche sowie geschlechtersensible Perspektiven.

https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-6046-3

Interview zum Buch mit Heinz Pichler in Radio Agora: : https://cba.fro.at/538395

Gerade erschienen

Schachtner, Christina (2021): Verstrickt in soziomaterielle Figurationen. Kinder und Dinge, in: Braches-Chyrek, Rita/Röhner, Charlotte/Moran-Ellis, Jo/Sünker, Heinz (Hg.), Handbuch Kindheit, Technik und das Digitale, Opladen/Toronto: Barbara Budrich, S. 241 – 256.

Kinder werden in eine Welt der Dinge hineingeboren. Sie befinden sich von Beginn an in Gesellschaft von Dingen und entwickeln Beziehungen zu Dingen (Schraube 2012: 5). Um kindliche Lebenswelten zu erfassen, gilt es daher nicht nur den Blick auf das Verhältnis zwischen dem Ich und Anderen, sondern auch auf ihre materielle Umgebung zu richten (ebd.). Im Folgenden versuche ich, die Verflechtung von Menschen ausgehend von figurationstheoretischen Überlegungen im Hinblick auf die ersten Dinge und die ersten Beziehungen zu Dingen zu beleuchten, um damit theoretische Grundlagen zu schaffen, die zum besseren Verstehen des Verhältnisses von Kindern und Dingen in späteren Lebensjahren beitragen.

Lit:

Schraube, Ernst (2012): Das Ich und der Andere in der psychologischen Technikforschung, in: Journal für Psychologie, H. 1, Jg. 20, S. 1 -22.

Vortrag

Narrative Time Stamps

Storytelling in the Age of the Internet

Do, den 25.3.2021, 12 Uhr (mitteleuropäischer Zeit) an der Sichuan Universität/China

What stories do people tell who make use of digital media as instruments of and stages for their storytelling? This question lies at the heart of my lecture, which is based on an empirical study involvling adolescents and young adults from various parts of the world. The reasearch methods which were used were interviews and visualizations. The empirical data were interpreted from the perspective of cultural studies and media studies. Six different types of narratives could be identified ,namely stories about self-staging, inter-connectedness, selling, managing boundaries and transformation as well as setting out and breaking away.

Narratives do not arise by chance. They are moulded by space and time, as Paul Ricœur (1989) taught us. The narratives of the network actors are attempts to respond to the sociocultural and biographical challenges. These attempts can be found in the narrative themes, in the practices of story telling and in the motivations behind telling stories. Therefore in this lecture I will look at the ‚what‘, ‚how‘ and ‚why‘ of storytelling in the context of new digital narrative stages and under the influence of sociocultural upheavals. 

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