Interview „Erzählen im Zeitalter des Internets“

Erzählen im Zeitalter des Internets Interview

Advertisements

Neues Forschungsprojekt

Transnationale Lebensformen

Grenzüberschreitende Lebensstile und Subjektkonstruktionen im Zeichen medialer Orientierungen und Praktiken

Projektleitung: Christina Schachtner

Der zunehmenden weltweiten Vernetzung von Wirtschaftsprozessen, von Kapitalverflechtungen und sich kreuzenden globalen Kommunikations- und Bedeutungsflows korrespondiert die Entstehung „transnationaler Räume“ (Kühn 2012, 49). Es sind dies Räume, die sich durch soziale Bindungen, Kontakte, Beziehungen, Gemeinschaften, Organisationen auszeichnen, die über die Grenzen von mehreren Staaten hinweg existieren (ebd.). Medientechnologien unterstützen die globalen Verflechtungsprozesse; sie sorgen für die Beschleunigung von Kommunikations- und Informationsflüssen (Hannerz 1995, 70; Appadurai 1998, 20). Sie erweisen sich darüber hinaus als Lieferanten von kulturellen Deutungsangeboten (Hess/Lenz 2001, 19), als Instrumente für die Entwicklung transnationaler Kommunikationsmuster und Lebensstile sowie als Bühnen zeitgenössischer Subjektkonstruktionen. weiterlesen

Homo Narrans 2.0

26.4.2018

Vortrag Christina Schachtner

„We have a lot of stories….“. Über das Was, Wie und Warum des Erzählens im digitalen Zeitalter

Friedrich Schlegel Graduiertenschule FU Berlin, Habelschwerdter Allee 45, Raum IK33/121

27.4.2018

Workshop 9 – 16 Uhr, workshophomonarrans2018@fsgs.fu-berlin.de

Soeben erschienen:

Schachtner, Christina (2018): Der Bildschirm als „Beinahe-Akteur, in: Merz, Zeitschrift für Medienpädagogik, H.3, S.71 – 77, Kurzfassung

Schachtner, Christina (2018): Subjekt werden in einer digitalisierten Welt, in: Katechetische Blätter. Zeitschrift für religiöses Lernen in Schule und Gemeinde, H.3, Quelle

Schachtner, Christina (2018): Hochschulische Wissensräume im Zeitalter der Digitalisierung. Neue Anforderungen an akademisches Lehren und Lernen im Kontext der Donauraumstrategie, https://oead.at/de/expertise/schriftenreihe/online/

Schachtner, Christina (2018): Zeitgenössische Selbstinszenierungen im Zeichen digitaler Medien. Das Ringen um Anerkennung, in: Medienimpulse H. 1, http://medienimpulse.at/articles/view/1172

Interview u. Rezensionen

Schachtner, Christina (2016): Das narrative Subjekt. Erzählen im Zeitalter des Internets, Bielefeld: transcript

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Das Erzählen erfährt derzeit unter dem Eindruck gesellschaftlich-kultureller Veränderungen und den neuen Erzählbühnen in den digitalen Netzwerken einen Wandel in Inhalt und Form. Die Erzählungen der in diesem Buch auftretenden Netzakteur_innen und Blogger_innen stellen sich als Antworten auf diese Herausforderungen und auf die neuen medialen Möglichkeiten dar; sie können als narrative Zeitsignaturen gelesen werden.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch ermöglicht neue Einblicke in das Leben der jungen netzaffinen Generation. Die Typologie der präsentierten Geschichten lässt erkennen, was diese Generation bewegt, worin ihre Sehnsüchte und ihre Ängste bestehen und wie sie ihr Leben zu meistern versuchen. Neu ist auch die in dem Buch entwickelte grenzüberschreitende Perspektive; es kommen Erzähler_innen aus verschiedenen Teilen der Welt zu Wort.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In aktuellen Debatten in den Medien-, Kultur- und Literaturwissenschaften zeigt sich eine verstärkte Aufmerksamkeit für zeitgenössisches Erzählen. Auch von Schriftsteller_innen, Lektor_innen, Verlagen werden Fragen nach den Veränderungen des Erzählens gestellt (s. Narrativa 2017). Das Buch liefert für diese Debatten Denkanstöße; es präsentiert einen neuen, empirisch gestützten Erzählbegriff, der das Fragmentarische, das offene Ende, das Transmediale, das Erfordernis der kulturellen Übersetzung betont.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen generell, mit jungen Netzakteur_innen und Blogger_innen, mit Migrant_innen, mit Vertretern aus den Bereichen Bildung, Kunst und Kultur, mit Politiker_innen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Zeitgenössisches Erzählen antwortet biografischen und gesellschaftlich-kulturellen Herausforderungen und hat mit den digitalen Medien neue Erzählbühnen gewonnen, die die Inhalte und Formen des Erzählens nicht unberührt lassen.

Narrative Puzzlestücke der Netzgeneration. Interview mit Christina Schachtner im Mai 2017

Ausgewählte Rezensionen zum Buch „Das narrative Subjekt“

Mediendienst Literaturschau

Realitäten hinter virtuellen Geschichten
Literaturkritik
Es sind Geschichten (..), die zeigen, wie vernetzt und frei von herkömmlichen Regeln Erzähler im Internet operieren“ (Sebastian Meißner)
Austria-Forum
„Nach der Lektüre werden sie die Vorlieben für die virtuellen Welten der Generation Y besser verstehen.“